Sieg beim Sprint-Triathlon in Heidenheim (12.05.2024)

Nur rund eineinhalb Wochen nach dem erfolgreichen Duathlon-Einstieg in Echterdingen folgte nun bereits zum Abschluss des langen Wochenendes nach dem Brückentag bei schon frühsommerlich warmen Temperaturen auch mein erster Triathlon der Saison beim Sprint in Heidenheim. Da die Hauptziele für dieses Jahr allerdings für mich auf anderen Distanzen liegen, hatte ich den Feiertag am Donnerstag nach einem längeren Lauf noch für eine Radstreckenbesichtigung des Nordschwarzwald Triathlons genutzt und so rund sieben Trainingsstunden gesammelt. Zwar waren der Freitag und der Samstag deutlich kürzer, aber auch die habe ich gut genutzt und so war ich mir im Vorfeld nicht wirklich sicher, was die Beine in Heidenheim noch hergeben würden 😉

Nach einer frühen Anreise und einem entspannten Check-In im schön gelegenen Waldfreibad ging es ab 10 Uhr im Jagdstart mit jeweils 15 Sekunden Startabstand ins angenehm temperierte 50m-Becken. Die Reihenfolge war entsprechend der im Vorfeld angegebenen Schwimmzeiten sortiert und so durfte ich bereits mit Nummer 4 als einer der ersten Athleten die 400m der Auftaktdisziplin in Angriff nehmen, die einmal im Zick-Zack-Kurs durchs ganze Becken führten. Während der an Nummer drei gesetzte Starter sich zügig daran machte, seinen Vorsprung auszubauen und sogar den vor ihm gestarteten Athleten zu überholen, bekam ich von hinten keine Gesellschaft und hatte somit ein „entspanntes“ Schwimmen ohne Überholmanöver. Zwar habe ich meine Zielmarke um ein paar Sekunden verfehlt, aber die Langbahn samt Bahnwechseln kostet eben doch etwas Zeit und auch der Ausstieg sowie die nächsten paar Meter bis zur Zeitmessung sind in meinen 6:05 Minuten natürlich mit enthalten. Insgesamt also ein sehr solider Auftakt, der mir am Ende sogar die drittschnellste Schwimmzeit im Gesamtfeld bescheren sollte. Eher ungewohnt und sicherlich auch ein Zeichen dafür, dass die Veranstaltung zwar super organisiert war, aber doch eher familiären Charakter hat und nicht unbedingt top-besetzt ist, aber trotzdem nehme ich das natürlich gerne mit 😉

Der schnellste Schwimmer im Feld hatte aber anscheinend einen Schwimm-Hintergrund und scheint nur begrenzt über Triathlon-Erfahrung zu verfügen, denn trotz seines Vorsprungs konnte ich ihn noch beim ersten Wechsel überholen und im weiteren Rennverlauf sollte er im Hinblick auf die Gesamtwertung keine Rolle mehr spielen. Auf der Radstrecke, die abgesehen vom deutlich spürbaren Wind nahezu optimale Bedingungen bot, stellte ich schnell fest, dass ich die Vorbelastung wohl doch recht gut verkraftet hatte und mich mit ordentlich Druck auf den Pedalen auf die Verfolgung der übrigen zwei vor mir gestarteten Konkurrenten machen konnte. Dabei kam mir sicherlich entgegen, dass ich auf den 30 Sekunden vor mir ins Rennen gegangenen Markus König bereits im Wasser sowie beim Wechsel einige Sekunden aufholen konnte und ihn damit von Anfang an vor mir sehen konnte. Zwar war auch er gut unterwegs, aber schon gegen Ende der ersten von zwei Runden mit je ca. 12 km und 120 HM konnte ich die Lücke vollends schließen und auch Simon Breinlinger, der das Rennen eröffnet hatte und mir beim Schwimmen noch etwas Zeit abgenommen hatte, geriet wieder in Sichtweite. Nach der ersten harten Radrunde habe ich mir dann eingangs der zweiten Runde etwas „Erholung“ gegönnt und bin im flachen bzw. leicht welligen Teil der Runde erstmal nur im legalen Abstand „drangeblieben“.
Der nicht übermäßig lange, aber doch ordentlich steile Anstieg hinauf zum Wendepunkt auf der technisch nicht sonderlich anspruchsvollen Strecke bot dann die Gelegenheit zum praktisch widerstandslosen Überholmanöver und brachte mich auch dem Führenden deutlich näher. Schon zu diesem Zeitpunkt war dessen Startvorsprung nahezu aufgebraucht und bis zum Ende der Radstrecke hatte ich dann tatsächlich auch direkten Kontakt, so dass wir gemeinsam zum zweiten Wechsel kommen sollten. Auf dem Rad stand schließlich in knapp 40 Minuten eine erneut starke Radleistung mit dem zweitschnellsten Split im Feld und für die Freunde der Zahlen hier noch ein paar Daten meiner Uhr: 37,6 km/h im Schnitt bei einer Spitzengeschwindigkeit von 91,5 km/h, durchschnittliche Leistung 303 W, maximal 796 W 🙂

Nach nahezu gleich schnellem Wechsel in die Laufschuhe stellte ich auf den leicht ansteigenden ersten Metern über die Liegewiese des Freibads schon früh fest, dass ich trotz der harten Arbeit auf dem Rad flüssig loslaufen konnte und sich damit direkt eine kleine Lücke reißen ließ. Auf der zweimal zu laufenden welligen, und in großen Teilen angenehm schattigen, Wendepunktstrecke entlang des Freibadgeländes konnte ich dann sehen, dass mein Vorsprung zunehmend wuchs und ich war mir trotz des wegen der unterschiedlichen Startzeiten etwas unübersichtlichen Renngeschehens relativ sicher, dass auch durch später gestartete Athleten da nichts mehr anbrennen würde. Zwar habe ich schon versucht, den Lauf mit hohem Tempo durchzuziehen und das ist mir mit unter 18 Minuten für die jedoch etwas zu kurzen 5 km auch ziemlich gut gelungen, trotzdem wären in einem direkten Duell um den Sieg sicherlich noch ein paar Sekunden mehr drin gewesen. Allerdings bin ich andererseits auch froh, dass das nicht nötig war, denn so konnte ich den Zieleinlauf im Freibad besser genießen 😉

Am Ende stand dann der drittschnellste Laufsplit des Gesamtfelds und obwohl der ein oder andere auch deutlich später gestartete Athlet mit guten Einzelzeiten noch recht weit nach vorne kam, konnte mir den Gesamtsieg dank meiner sehr ausgeglichenen Leistung über den gesamten Wettkampf keiner mehr streitig machen. Ein für mich also rundum gelungener, wenn auch in 1:05:14 h sehr kurzer, Abschluss des langen Wochenendes 🙂
Die Plätze zwei und drei in der Gesamtwertung sicherten sich der deutlich jüngere Simon Breinlinger in 1:06:50 h und der in meiner Altersklasse auf Rang zwei folgende Thomas Rollnik in 1:07:48 h.
Abgerundet wurde der super Tag durch einige weitere Podestplatzierungen einiger ebenfalls gestarteter Vereinskameraden in ihren jeweiligen Altersklassen. Unten neben mir im Bild Ralf Schmidt als 2. der AK50 (1:17:57 h), Frank Alber als 3. der AK60 (1:28:52 h) und Steffen Holder als 3. der AK55 in 1:15:11 h, der damit im Gesamtfeld noch in die Top-15 kam und den zweiten Rang der AK nur um wenige Sekunden verpasste.
Auch ohne diese guten Leistungen und tollen Platzierungen ist die Veranstaltung aber auf jeden Fall empfehlenswert, wenn jemand einen Wettkampf mit gelungener Organisation, kurzen Wegen sowie guter (Ziel-)Verpflegung sucht und mit ein paar Höhenmetern leben kann.

Alle Ergebnisse gibt es hier bei racepedia oder als Auszug die Top-15 der Männer mit Splitzeiten unten:

So kann es natürlich gerne weitergehen, mir ist allerdings auch bewusst, dass die bisherigen kurzen Rennen zwar schon mal einen guten Hinweis geben, dass die Vorbereitung soweit nicht so schlecht gewesen sein kann und gut sind um „den Motor mal hochzudrehen“, aber für die anstehenden Aufgaben natürlich noch kein echter Gradmesser sind. Dementsprechend werde ich versuchen die nun folgenden Feiertage im Mai nochmal gut zu nutzen und hoffe auf perfektes Frühsommerwetter für lange Radeinheiten 🙂
Das nächste anstehende Rennen in Heilbronn Mitte Juni wird dann jedenfalls definitiv eine andere Hausnummer hinsichtlich Streckenlänge sowie Besetzung und anschließend sehe ich sicherlich deutlich klarer, wo die Reise für den Rest der Saison hingeht. Zumindest was die Leistungskurve angeht, denn geographisch gesehen ist das schon lange klar 😉

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Super Saison-Start mit Sprint-Duathlon-Sieg in der AK (01.05.2024)

Bei nahezu optimalen äußeren Bedingungen bin ich, wie im Vorjahr, am heutigen Mai-Feiertag in Echterdingen in die Triathlon-Wettkampf-Saison eingestiegen. Zum Auftakt stand erstmal allerdings ein Duathlon auf dem Programm und der „scharfe Start“ im Wasser folgt dann nächste Woche in Heidenheim.

Wie schon in der Vorschau geschrieben, war diesmal in Echterdingen allerdings nur ein Sprint im Angebot und ein direkter Vergleich mit dem Vorjahresergebnis lässt sich so nur eingeschränkt machen. Dazu kommt, dass die Streckenführung beim Laufen nicht identisch war und in Relation zur Streckenlänge noch ein paar Ecken bzw. Wendepunkte dazu gekommen sind.

Der erste Lauf hatte nach meiner Uhr nicht ganz die ursprünglich angegebenen 5 km und wie beim Duathlon üblich, ging es vom Start weg mit so hohem Tempo los, als wäre der Eingang zur Wechselzone die Ziellinie 😉
Zwar konnte ich auf dem ersten Kilometer mit einer Zeit von knapp unter 3:20 Minuten noch mit der Spitze des Sprint-Felds mithalten, musste danach jedoch abreißen lassen und obwohl ich auch nicht komplett explodiert bin, wuchs von da an der Abstand zu den drei führenden Athleten kontinuierlich. Vielleicht hätte ich die in Gniebel erfolgreich getesteten Carbon-Schlappen doch nicht schonen sollen 😉 Trotzdem begann auch ich bereits auf den drei Laufrunden einige der drei Minuten vorher gestarteten Athleten der Mastersliga zu überholen und erreichte schließlich auf Rang 4 des Sprint-Felds nach 17:20 Minuten mit einem Rückstand von 41 Sekunden auf die führenden Sven Zabel und Sean Anderson die Wechselzone. Meine Wechsel waren heute übrigens beide ordentlich und brachten keine großen Zeitgewinne oder -verluste gegenüber der Konkurrenz.

Auf dem Rad konnte ich dann die zuletzt guten Trainingseindrücke bestätigen und schon auf der ersten der drei Radrunden mit je ca. 90 HM sowohl Sean Anderson als auch Samuel Rössler, der mir beim Laufen ebenfalls etwas mehr als eine halbe Minute abgenommen hatte, überholen. Gleich reihenweise überholen musste ich auch einen großen Teil der Mastersliga und die hohe Verkehrsdichte war an einigen Engstellen bzw. Wendepunkten alles andere als optimal. Damit hatten wir Podest-Kandidaten aber sicherlich alle zu kämpfen und mit einer Durchschnittsleistung von 287 Watt konnte ich mit nahezu identischen Rundenzeiten die insgesamt gut 20 km schon in 34:15 Minuten hinter mich bringen 🙂
Während von Sean Anderson keinerlei ernsthafte Gegenwehr kam, gelang es Samuel Rössler allerdings nach seinem deutlichen Zeitverlust auf der ersten Runde trotz meiner fast konstanten Zeiten auf den folgenden beiden Runden nur noch wenige Sekunden zu verlieren. Da ich gleichzeitig meinen Rückstand zu Sven Zabel zwar auf dem Rad bis auf 24 Sekunden verkürzen konnte, ihn aber nicht mehr eingeholt habe, war schon beim zweiten Wechsel klar, dass es ein Duell um Platz zwei geben würde, dass angesichts meines minimalen Vorsprungs und der Verhältnisse im ersten Lauf nur schwer zu gewinnen wäre.

Ich habe versucht nach dem harten Radsplit die letzten knapp 2,5 km nochmal zügig anzulaufen und das ist mir auch ganz gut gelungen, trotzdem wurde ich bereits auf der ersten der beiden abschließenden Laufrunden von meinem Konkurrenten eingeholt und nach einem der Wendepunkte konnte er eine kleine Lücke reißen. Sowohl diese, als auch der Abstand nach ganz vorne ist dann bis ins Ziel weiter gewachsen 😦

Vielleicht war ich da heute auch mental nicht hart genug gegen mich selbst beim Laufen, aber das ist letztlich Spekulation und die Abstände nach vorne zu Gesamtsieger Sven Zabel (1:00:56 Std) und dem Zweitplatzierten Samuel Rössler (1:01:26 Std) waren mit meinen insgesamt 1:01:46 Std doch so deutlich, dass mein dritter Platz in der Sprint-Gesamtwertung heute wohl sowieso nicht zu toppen gewesen wäre. Abgesehen davon ist mir also tatsächlich die Verteidigung meines Podestplatzes vom Vorjahr auch auf der ungeliebten Sprint-Strecke gelungen und „nebenbei“ bedeutete dies auch noch den souveränen Sieg in der AK 40, da die beiden „Jungs“ vor mir deutlich jünger waren 🙂

Auch wenn sich die Ergebnisse mit den übrigen Rennen des Tages in den diversen Ligen nicht 1:1 vergleichen lassen, da das teils leicht abweichende Rahmenbedingungen waren, waren die vergleichbaren Anteile in Bezug auf einige Bekannte aus gemeinsamen Liga-Zeiten durchaus konkurrenzfähig und motivierend. Insgesamt also ein super Einstieg in die Saison und ein guter Form-Check. Zwar war die Wettkampfdauer gegenüber meinen Haupt-Rennen der Saison natürlich deutlich kürzer und mir ist bewusst, das da vor allem auf dem Rad noch einige lange Einheiten im Training fehlen, aber trotzdem ist das schon mal eine gute Basis. Weiter geht es jetzt schon in gut einer Woche mit dem Sprint-Triathlon in Heidenheim, der eine weitere Chance bietet, den Wettkampfmodus wieder zu verinnerlichen, bevor es dann im Juni in Heilbronn endlich mit einem „richtigen“ Wettkampf auf der Mitteldistanz rund geht 🙂

Alle Ergebnisse aus Echterdingen gibt es hier bei Racepedia und unten den Auszug der Top 10 des Sprints mit Splitzeiten.



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„T -2/3“, Aktuelles zum Trainingsstand und Vorschau Saisonstart (15.04.2024)

Vor vier Monaten hatte ich meinen persönlichen Countdown in Richtung der 70.3 WM in Taupo im kommenden Dezember begonnen und auch wenn ich zwischenzeitlich nur ein Rennergebnis vermelden konnte, hat sich seither einiges getan. Obwohl ich wegen des Höhepunkts zum Jahresende kein klassisches Frühjahrstrainingslager in diesem Jahr untergebracht habe, sind die vergangenen Monate in der Gesamtbetrachtung hinsichtlich Trainingsqualität und -umfang doch ziemlich gut gelaufen. Im Dezember hatte ich noch angekündigt, mindestens 500 Trainingsstunden in den 12 Monaten bis Taupo unterbringen zu wollen. Davon sind noch 8 Monate bzw. 2/3 des Jahres, deshalb auch „T -2/3“, übrig und schon jetzt stehen ziemlich genau 200 Stunden auf der Habenseite 🙂
Das ist sicherlich auch dem im Nachgang hinzugekommenen zweiten wichtigen Rennen der Saison, der Langdistanz beim Nordschwarzwald Triathlon im August und der dafür nötigen Anpassung in der Trainingsplanung, geschuldet, aber abgesehen von einigen kleineren Tiefphasen, hat die Umsetzung meiner Planung bislang auch einfach sehr gut funktioniert 🙂

Beim Schwimmen läuft es ganz ordentlich und angesichts einiger Einheiten mit 4 km Gesamtumfang und zuletzt beispielsweise 12 x 100m mit einer Abgangszeit von 1:35 Minuten sollte im August einer soliden Schwimmleistung nichts im Wege stehen. Im Hinblick auf Taupo wird da aber eher der weitere Aufbau im Herbst entscheidend sein.
Auf dem Rad habe ich die teils schon sommerlichen Temperaturen in der Heimat nach einigen Ergometereinheiten inzwischen auch bereits genutzt, um zumindest mal die 100km Marke zu knacken und praktisch nebenbei auch gleich noch ein paar Koppeleinheiten mit einem direkt folgenden zügigen 5km Lauf mit Splits unter 4:30 Minuten/km einzubauen. In Richtung Taupo darf das in der zweiten Jahreshälfte gerne noch etwas schneller werden, für die Langdistanz müssen dagegen in den nächsten Wochen „einfach“ die Umfänge nochmal deutlich steigen. Außerdem habe ich am Wochenende mein Zeitfahrrad endlich mal wieder entstaubt und am Samstag gleich mal die erste schnelle Runde mit 50km in 1:26 Stunden absolviert.

Die Leistungsdaten waren schon mal vielversprechend, allerdings musste ich feststellen, dass die Sitzposition noch einiges an Gewöhnung bzw. Trainingsarbeit erfordert, bis das auch für längere Strecken wieder passt, da sich die Nackenmuskulatur doch deutlich bemerkbar gemacht hat.
Nachdem kürzlich die Strecken-Daten der Radstrecke des Nordschwarzwald Triathlons veröffentlich wurden, habe ich es zwar noch nicht zur Vor-Ort-Besichtigung geschafft, aber da die ursprünglich angekündigten mehr als 2.200 Höhenmeter auf jetzt nur noch ca. 1.500 geschrumpft sind, dürfte dort am Zeitfahrrad kein Weg mehr vorbeiführen.
Beim langen Lauf am Sonntag habe ich, ziemlich sicher zum ersten Mal seit dem Ermstal Marathon 2018, die 30 km Marke erreicht und kann mit den 2:25 Stunden ziemlich gut leben 🙂
Die Umfangsentwicklung beim Laufen passt also in Richtung August, die zwischenzeitlich auch schon mal ganz ordentlichen Bahn-Intervalle sind in den letzten paar Wochen aber definitiv zu kurz gekommen. Hier bleibt mal abzuwarten, wie sich das in den ersten anstehenden kurzen Hochgeschwindigkeitsrennen zum Saisonauftakt auswirken wird und wahrscheinlich werde ich da schon nach dem Sprint-Duathlon in Echterdingen am 1. Mai mehr wissen.

Die gegenüber dem Vorjahr nur rund halb so lange Strecke kommt mir aber sicherlich nicht entgegen und den Podestplatz zu wiederholen, könnte deshalb schwierig werden. Dazu kommt, dass entsprechend der für mich nicht ganz eindeutigen Angaben in der Ausschreibung diesmal eventuell auch die Starter der Masters-Liga Baden-Württemberg mit in die Wertung eingehen. Dort sind normalerweise einige ebenfalls immer noch sehr fitte „Jungs“ am Start, unter anderem ein Teil meiner ehemaligen Vereinskollegen aus (Bundes-)Liga-Zeiten, und da laut Zeitplan das Masters-Liga-Feld mit ein paar Minuten Vorsprung auf den allgemeinen Start ins Rennen geht, fehlt der direkte Kontakt zur Gruppe der Top-Leute voraussichtlich. Trotz Windschattenverbot könnte das ein Faktor im Rennverlauf werden und abgesehen davon bleibt aus meiner Sicht abzuwarten, ob das angesichts der zu erwartenden Starterzahlen in Kombination mit vielen kurzen Runden mit entsprechend dichtem Verkehr auf der Strecke bei minimalem Startversatz wirklich gut klappt und vor allem auf der Radstrecke freie Fahrt herrscht.
Unabhängig davon freue ich mich aber schon darauf, dass endlich mal wieder ein Rennen ansteht, das nebenbei auch noch die Chance eröffnet, viele bekannte Gesichter aus alten Tagen wieder zu sehen und sich zumindest ein Fernduell auf gleichen Strecken zu liefern 😉

Wie das ausgeht werde ich hier zeitnah oder spätestens nach dem nur 11 Tage später stattfindenden Sprint-Triathlon in Heidenheim berichten.

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Carbon und Kondition: 1. Sieg in der neuen AK knapp verpasst (27.01.2024) und weitere Saisonplanung

In meinem letzten Bericht aus dem Dezember hatte ich angekündigt, dass ich weiteres zu meiner nächsten Saison vermelden werde, wenn ich entgegen der Planung doch den nächsten Winterlauf absolviert habe oder weitere Rennen feststehen. Zwischenzeitlich ist beides der Fall 🙂
Deshalb zunächst zu meinem ersten Rennen in der neuen Altersklasse:
Den 2. Lauf der Alb-Gold-Serie in Gniebel mitzulaufen, war eine spontane Entscheidung wenige Stunden vor dem Start.

Dass ich nun doch schon ein Rennen im noch jungen Jahr 2024 absolviert habe, hängt damit zusammen, dass ich mir im Hinblick auf den Saisonhöhepunkt in Taupo erstmalig Carbon-Laufschuhe zugelegt habe. Nachdem das Training der letzten Wochen gefühlt sehr gut verlaufen ist, das Wetter schon am Morgen nahezu perfekte Laufbedingungen erwarten ließ, mehrere Vereinskollegen ebenfalls gemeldet waren und Gniebel nur wenige Kilometer entfernt war, sprachen also gleich mehrere Gründe für einen kleinen Testlauf des neuen Materials 🙂
Statt der geplanten Trainingseinheit mit 4x 1.000 m in zügigem Tempo auf der Bahn wurde es dann ein sehr gelungener Hochgeschwindigkeitstest aus vollem Training. Mit dazu beigetragen hat neben der allgemein recht stark besetzten Spitze des Rennens auch die mental fast optimale Situation, dass ich fast über das ganze Rennen mit Stefan Gackstatter einen alten Bekannten aus Liga-Zeiten kurz vor mir hatte und mir ein weiterer Verfolger direkt an den Hacken klebte. Diesen konnte ich trotz mehrerer Versuche leider nicht abschütteln und am letzten Anstieg konnte ich zwar eine kleine Lücke reißen, war aber oben so platt, dass er mich auf den letzten paar hundert Metern nicht nur einholte, sondern sogar noch um ein paar Sekunden abhängen konnte. Im Nachhinein etwas ärgerlich, denn es stellte sich heraus, dass mich dieses Überholmanöver kurz vor dem Ende noch den Sieg in der Altersklasse gekostet hat. Andererseits kann ich mit Rang zwei in der AK und dem 7. Gesamtplatz in 19:27 Minuten sehr gut leben 🙂
Für alle, die sich bei der Zeit und der Angabe „5 km Winterlauf“ in der Ergebnisliste über meine Freude wundern: Laut den Angaben des Veranstalters und meiner Uhr waren das tatsächlich rund 5,7 km mit ca. 65 Höhenmetern.

Entsprechend hatte ich im Vorfeld ausgehend von meinen Trainingseindrücken eigentlich mit einer Zeit gerechnet, die rund 30-60 Sekunden langsamer gewesen wäre. Wieviel davon jetzt tatsächlich auf das Konto der Funktion der neuen Schuhe geht und was eher mentalen Themen wie Placebo-Effekt und Motivation im Kampf mit der Konkurrenz bei super Bedingungen zuzuschreiben ist, sei mal dahingestellt. Außerdem kann man sich sicher fragen, ob unter Aspekten der Nachhaltigkeit und des Preises der Kauf der Carbon-Treter gerechtfertigt ist, da die laut Herstellerangabe eine Lebensdauer von vier Marathonläufen haben sollen sowie bei Umlegung der UVP jeder Kilometer deutlich jenseits von 1,50 € kostet 😦
Andererseits schätze ich mich immer noch als ambitionierten Athleten ein und beim Kampf um Zeiten und Platzierung geht es oft um Sekunden, während allein die legalen Schuhe in einem Wettkampf wie Taupo angesichts der Eindrücke meines aktuellen Tests möglicherweise eine Ersparnis im Bereich mehrerer Minuten bringen können. Gegen den Aufwand dies mit zulässigen Trainingsmethoden zu erreichen ist der „billige“ Einkauf quasi geschenkt. Das Motto lautet da also jetzt Carbon und Kondition, auch wenn die Edel-Schlappen jetzt erstmal zur Schonung auf längere Zeit im Schrank verschwinden werden 😉

Auch im Hinblick auf die weitere Saisonplanung gibt es wie bereits eingangs angekündigt Neuigkeiten, mein Rennkalender für 2024 ist zwischenzeitlich ziemlich fix und auch dabei gibt es eine so ursprünglich nicht angedachte „Bauchentscheidung“. Kurz vor Weihnachten, ich hatte meinen letzten Bericht kaum geschrieben und eigentlich eine Rückkehr auf die Langdistanz in naher Zukunft mit Blick auf Taupo ausgeschlossen, kam über einen Vereinskollegen die Info, dass es wenige Kilometer von meinem Wohnort entfernt im August 2024 eine Langdistanz-Premiere geben würde. Ich habe angesichts des angekündigten Streckenprofils sowie der attraktiven Gegend nicht wirklich lange nachgedacht und war einer der ersten gemeldeten Starter auf der Liste, die bislang allerdings eher überschaubar ist und noch einige Anmeldungen verdient hätte. Anschließend habe ich versucht, mir die realistisch betrachtet eher unvernünftige Entscheidung damit schönzureden, dass die dafür nötigen Umfänge sicher auch eine super Grundlage für die Mitteldistanz in Taupo sind und ich nach einer kurzen Regenerationsphase mit einigen danach folgenden harten Intervalleinheiten bestens für das WM-Rennen vorbereitet bin 🙂
Außerdem werde ich damit 25 Jahre nach meinem ersten (Jugend-)Triathlon zum 25. Mal an der Startlinie eines Langdistanzrennens stehen und hoffe, dass ich den bisher 22 Finishes ein weiteres hinzufügen kann.
Jedenfalls bisher scheint das Konzept einigermaßen aufzugehen und mit dem Nordschwarzwald Triathlon habe ich jetzt einen weiteren Höhepunkt im Kalender stehen, der für zusätzliche Motivation sorgt. Die Trainingsplanung habe ich entsprechend etwas modifiziert und auch die weitere Wettkampfplanung leicht angepasst. Starten werde ich tatsächlich Anfang Mai mit dem Duathlon in Echterdingen, der diesmal allerdings leider nur als Sprintdistanz ausgetragen wird, dann folgt knapp zwei Wochen später mit dem Sprint in Heidenheim der erste Triathlon der Saison. Anschließend steht Mitte Juni mit der Mitteldistanz in Heilbronn der erste Härtetest an, dem zum Monatsende mit dem Klassiker in Erbach über die Olympische Distanz noch ein weiterer Start vor meinem „längsten Tag des Jahres“ Mitte August folgt. Die letzte Standortbestimmung vor dem krönenden Abschluss in Taupo Mitte Dezember wird dann vier Wochen später die Mitteldistanz in Gérardmer Anfang September sein.

Volles Programm für eine lange Saison also und deshalb werde ich mich in den nächsten Wochen sicher nicht an irgendwelchen weiteren Winterläufen beteiligen, sondern das super Gefühl des aktuellen Tests genießen und mich in aller Ruhe weiter dem Aufbau der nötigen Umfänge und Grundlagen widmen.
Dann wird es spätestens am 1. Mai allerdings heißen: Let the games begin 🙂

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Rückblick 2023 und Vorschau 2024 oder „T -1“ (15.12.2023)

Das Jahr 2023 neigt sich mittlerweile stark dem Ende zu und nachdem mein letzter Bericht nun schon mehrere Monate zurück liegt, wird es höchste Zeit, diese Lücke zu füllen, in diesem Zug nochmal auf meine Saison 2023 zurück zu blicken und schon mal eine erste Vorschau auf 2024 zu wagen. Dass ich mir dafür den heutigen 15. Dezember ausgesucht habe hat dabei einen besonderen Grund, es ist nämlich sozusagen „T -1“. Dazu aber später mehr, jetzt erstmal zum Blick in den Rückspiegel.

Nach den stark von Corona geprägten Jahren 2020/2021 ging es bereits 2022 wieder, auch dank des besseren Wettkampfangebots, sportlich bergauf und diesen Trend wollte ich 2023 fortsetzen, hatte aber einen etwas holprigen Start in die Saison. Trotzdem bin ich mit dem tollen Trainingslager mit dem AusdauerNetzwerk am Gardasee dann rechtzeitig zu den ersten „richtigen“ Rennen im Frühjahr gut in Schwung gekommen und konnte beim Duathlon in Echterdingen gleich einen Podestplatz verbuchen 🙂

Es folgten sowohl beim Sprint in Steinheim als auch auf der Mitteldistanz in Lauingen gute Platzierungen und insbesondere die Leistung in Lauingen ließ mich auf einen erfolgreichen Saisonhöhepunkt bei der Mitteldistanz am Walchsee hoffen. Das ist mir auch super gelungen und trotzdem habe ich mich schließlich dazu entschieden, die Saison hinsichtlich weiteren Wettkämpfen mit dem 10 km Lauf im Ermstal schon zu beenden sowie trotz der guten Form und entgegen den Überlegungen aus dem Sommer keine weiteren Rennen in diesem Jahr mehr zu machen.

Sportlich ist der Sommer aber dennoch geblieben und Ende August / Anfang September folgte die Rad-Rundfahrt durch den Süden Frankreichs mit dem AusdauerNetzwerk. Zwar hatten wir in den ersten Tagen, unter anderem in den Gorges du Verdon, etwas Pech mit dem Wetter und zusätzlich noch mit einem Corona-Ausbruch in der Truppe zu kämpfen, aber dennoch waren das super Rad-Tage in beeindruckender Landschaft 🙂
Höhepunkt der Woche war im wahrsten Sinne des Wortes der Gigant der Provence, der Mont Ventoux, der ein tolles Radfahr-Erlebnis geboten hat, auch wenn er abgesehen vom mystischen kahlen Gipfel sowie den mit dem Berg verbundenen (Radfahrer-)Legenden eher unspektakulär ist und ich schon härtere Anstiege in den Alpen zu bewältigen hatte.

Anschließend wurde es dann sportlich etwas ruhiger und ebenfalls noch im September folgte der Betriebsausflug mit meinem Arbeitgeber bei Traumwetter und mit stilvollem Transportmittel auf der Schwäbischen Alb 🙂

Im Oktober folgte dann ein Abstecher nach Florenz, der trotz unzähligen Kilometern zu Fuß kreuz und quer durch die Stadt, rein touristischer Natur war. Ich hatte allerdings beim Erkunden der Stadt und ihrer gefühlt unendlichen Menge an Sehenswürdigkeiten und Museen viel Spaß. Bei einigen Highlights, zum Beispiel dem Original von Michelangelos David, ist die Zahl der Bewunderer allerdings ebenfalls riesig und fast erdrückend. Zum Abschluss und als, leider viel zu vergängliche, Erinnerung bzw. Mitbringsel habe ich mir dann im Mercato Centrale noch eine größere Menge leckerer Cantucci aus der großen Auswahl verschiedener Sorten gegönnt 😉

In den Folgewochen rückte dann das Training wieder mehr in den Fokus, auch wenn ich aus verschiedenen Gründen nicht ganz den Umfang erreicht habe, den ich mir vorgestellt hatte. Immerhin hat sich das aber mittlerweile wieder gebessert und ich konnte die überraschenderweise bereits Anfang Dezember vorhandene weiße Pracht auf der Alb für ein paar super Skating-Kilometer nutzen 🙂

Trotzdem blieb es bei der Entscheidung, dieses Jahr kein weiteres Rennen mehr zu machen und so bleibt im Rückblick eine kurze Saison mit wenigen Wettkämpfen, die aber insgesamt viel Spaß gemacht hat und nebenbei sportlich gegenüber den letzten Jahren wieder einen deutlichen Aufwärtstrend hatte 🙂
Ein weiterer Grund erstmal auch die sonst bei mir regelmäßig im Wettkampfkalender befindlichen (Winter-)Läufe zu streichen, liegt auch in der Besonderheit meiner anstehenden Saison 2024.

Und damit sind wir beim angekündigten Ausblick bzw. „T -1“:
Heute in genau einem Jahr, am 15. Dezember 2024, werde ich nämlich in Taupo, Neuseeland, am Start der Ironman 70.3 World Championship 2024 stehen 🙂
Dem entsprechend wird meine Trainings-, Saison- und Urlaubsplanung fürs nächste Jahr auf den späten Höhepunkt ausgerichtet sein. Derzeit plane ich voraussichtlich mit dem Duathlon in Echterdingen Anfang Mai mal einen ersten Weckruf nach dem Winter- und Frühjahrstraining zu setzen und dann im Sommer neben dem weiteren Aufbau ein oder zwei Mitteldistanzrennen zu machen. Ich habe da zwar schon was im Auge, die finale Entscheidung wird aber erst noch fallen. Letzter großer Test vor dem abschließenden Trainingsblock soll dann die Mitteldistanz in Gérardmer Anfang September werden und ganz nebenbei könnte ich dann einen Haken an einen weiteren Klassiker machen, der in meiner Liste bislang gefehlt hat 😉

Während beim Laufen die Jahreszeit nahezu keine Rolle spielt und für das Schwimmtraining der späte Termin in Taupo mir sogar entgegenkommt, da die Trainingsmöglichkeiten für mich im Hallenbad besser sind, wird die große Herausforderung sein, die Form auf dem Rad möglichst nicht nur irgendwie in den Winter zu retten, sondern da auch im Dezember dann top fit zu sein. Schließlich habe ich nicht vor, das Rennen nur als Alibi für eine Reise nach Neuseeland zu nutzen und als Tourist da zu sein, auch wenn ich zugeben muss, dass das natürlich bei der Auswahl meines Quali-Rennens 2019 auch eine Rolle gespielt hat 😉
Falls sich jetzt jemand fragt „Wieso 2019?“, dann lautet die Antwort „Corona und die Folgen“. Jedenfalls habe ich mich ursprünglich 2019 in Slowenien für 2020 qualifiziert und nach den folgenden Corona-Absagen den Startplatz so lange geschoben, bis wieder Taupo an der Reihe war 🙂

Das heißt aber auch, dass ich im nächsten Jahr in meiner neuen AK 40-44 zum jüngsten Jahrgang zähle und deshalb ist das Ziel natürlich schon, nicht nur dabei gewesen zu sein, sondern bestens vorbereitet am Start zu stehen und ein super Rennen zu machen. Auch wenn ich aktuell nicht weiß, ob die Strecke noch identisch ist, habe ich doch beste Erinnerungen an Taupo, wo ich vor jetzt fast genau 8 Jahren mein letztes Rennen mit Profi-Lizenz gemacht habe und gebe jetzt einfach mal als Ziel aus, im nächsten Jahr für jedes vergangene maximal eine Minute langsamer in der Gesamtzeit zu sein. Was das dann in der Endabrechnung hinsichtlich der Platzierung bedeutet, wird sich zeigen, aber in jedem Fall wird das eine Herausforderung und sollte im Erfolgsfall schon einen guten Platz im vorderen Bereich der AK ergeben 🙂
Die Zeiten, in denen ich mir auch für solche Rennen als (realistisches) Ziel einen Podestplatz gesetzt habe, sind allerdings erstmal vorbei, auch wenn natürlich bei entsprechendem Saisonverlauf eventuell die Erwartungen steigen werden 😉

Davor steht aber selbstverständlich auch einiges an Trainingsarbeit und angestrebt ist, neben meinem Job, in den nächsten 12 Monaten in Summe mindestens 500 Trainingsstunden unterzubringen und da nicht nur Umfänge zu machen, sondern vor allem auch qualitativ und intelligent zu trainieren, um daraus das Optimum zu machen. In den nächsten Wochen werden die Umfänge allerdings erst mal noch recht überschaubar sein und ich werde einiges in die schöne Aufgabe der Reise- und Urlaubsplanung investieren, da Neuseeland aus Erfahrung ein viel zu attraktives Urlaubsland ist, als dass am Ende trotz aller sportlichen Ambitionen nur der Wettkampf zählt 🙂

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern und das Gendern spare ich mir an dieser Stelle bewusst 😉 eine schöne Weihnachtszeit, einen guten und gesunden Start ins Jahr 2024 sowie viel Spaß bei den eigenen Planungen 🙂
Weiteres zu meiner nächsten Saison folgt, wenn weitere Rennen feststehen oder ich doch den nächsten Winterlauf absolviert habe 😉

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Rang 2 in der AK beim 10 km Lauf in Metzingen – 36 ist das neue 34 (09.07.2023)

Vom super Rennen am Walchsee, das ich mit einem tollen Lauf krönen konnte, hatte ich mich gut erholt und trotz der Wettervorhersage war ich deshalb optimistisch, eine Woche später beim 10 km Lauf im Rahmen des Ermstal-Marathons eine gute Zeit laufen zu können. Im Vorfeld habe ich auf der tendenziell fallenden Strecke im Ermstal von Bad Urach nach Metzingen sogar im Optimalfall mit einer Zeit um die 35 Minuten geliebäugelt und mir daher vorgenommen, mich vom Start weg erst mal an die Spitze des Frauenfelds dranzuhängen. Da die Männerkonkurrenz ganz vorne mit Zeiten von um die 31 Minuten im Ziel zu erwarten war, war diese Gruppe definitiv zu schnell und da der Streckenrekord bei den Frauen knapp unter 35 Minuten lag, schien das trotz der schon morgens um 9 Uhr recht hohen Temperaturen eine gute Marschroute zu sein 🙂
Allerdings hatte Leah Hanle bei ihren Lieblingsbedingungen anscheinend von vornherein eine deutliche Verbesserung ihres bisherigen Rekords im Visier, was ihr auch letztlich in beeindruckenden 34:02 Minuten gelang. Ich dagegen musste meinen, im Nachhinein betrachtet wohl etwas übermotivierten, Versuch ihr zu folgen nach einem ersten (für mich zu) schnellen Kilometer mit einem Split von unter 3:15 min ziemlich bald beenden und mehr oder weniger teuer vor allem auf der zweiten Hälfte der Strecke bezahlen.

Zwar bin ich zur Halbzeit noch mit fast genau 17:30 Minuten durchgelaufen und war noch fit genug, jede Menge bekannter Gesichter auf und neben der Strecke zu begrüßen, doch die Tendenz der Splitzeiten ging eindeutig in die falsche Richtung und ich wurde in Dettingen unter anderem von Michael Leibfarth, den ich schon seit mehr als 20 Jahren aus gemeinsamer Schul- und Sportzeit kenne, sowie Sabrina Mockenhaupt passiert und konnte deren Tempo nicht lange folgen. Auf der zweiten Hälfte pendelten sich meine Kilometersplits dann annähernd auf dem gleichen Niveau ein, wie am Ende der Mitteldistanz am Walchsee, was da zwar super war, in einem reinen 10er aber eher mäßig. Trotzdem habe ich knapp 1,5 km vor dem Ziel Michael wieder überholt, allerdings auf eine Art und Weise, die ich weder mir noch ihm gewünscht habe.
Falls sich die erste Einschätzung bestätigen sollte, droht ihm jedenfalls eine längere Verletzungspause und im schlimmsten Fall hat er sich die Achillessehne gerissen 😦 Ich drücke ihm auf jeden Fall die Daumen, dass er schnell wieder fit wird.

Am Ende bin ich mit 36:42 Minuten bei mittlerweile drückender Hitze auf dem Kelternplatz in Metzingen als 11. der Gesamtwertung und 2. der M35 eingelaufen, war damit etwas schneller als im Vorjahr und kann damit sehr gut leben. Im Nachhinein betrachtet muss ich mir nämlich auch eingestehen, dass die Hoffnung auf eine deutlich schnellere Zeit eher unrealistisch war. Früher war ich üblicherweise auf den Laufstrecken im Triathlon nur unwesentlich langsamer als in entsprechend langen „blanken“ Läufen und dass ich nun beim Vergleich in entgegengesetzter Richtung plötzlich deutlich schneller sein sollte/wollte als im Triathlongeschehen war also, passend zu den Bedingungen, wohl eher eine Fata Morgana 😉
Abgesehen davon nähert sich meine Zugehörigkeit zur AK35 mittlerweile auch mit großen Schritten dem Ende und ich muss mich wohl langsam damit anfreunden, dass die richtig schnellen Rennen endgültig der Vergangenheit angehören. Auch wenn ich natürlich sowieso nie in der Liga des Siegertrios um Silvan Rauscher, der trotz 3.000 m Hindernis DM am Vortag in 31:16 Minuten nur knapp über seiner Vorjahreszeit blieb, unterwegs war, es aber immerhin regelmäßig auf Zeiten im 33er bzw. 34er Bereich geschafft habe. In diesem Sinne gilt dann hinsichtlich meiner 10 km Zeiten eben spätestens in der AK40 36:xx ist das neue 34:xx 🙂

Alle Ergebnisse vom Sonntag gibt es hier bei raceresult.

Gemeinsam mit Björn, der letzte Woche ja auch am Walchsee mit dabei war, und jetzt als 3. der AK40 auf dem Podest stand, sowie Gian Alber reichte es in der Mannschaftswertung übrigens hauchdünn vor der Nachwuchs-Triathlon-Truppe der SG Dettingen/Erms, meinem ersten Triathlonverein vor mehr als 20 Jahren, zu Rang 5. Schnellste Frau unseres Teams war Franziska Veit, die sich von der Verbesserung ihrer Langdistanz-Bestzeit in Roth vor kurzem anscheinend ebenfalls bestens erholt hat.

Ich habe mich zwischenzeitlich entschieden, noch ein paar Tage Erholung einzulegen und trotz der guten Form erstmal keine weiteren Rennen mehr in den Kalender zu schieben, sondern stattdessen in Vorfreude (und Vorbereitung) auf den Ventoux in den nächsten Wochen noch ein paar zusätzliche Trainingskilometer auf dem Rad zu sammeln. Für den Spätsommer/Herbst bleiben aber (fast) alle Optionen offen 😉

Foto: B. Weis, Sonne pur auf dem Weg in Richtung Dettingen und da die Spitze schon weit weg ist, bleibt Zeit und Luft für die Begrüßung 😉
Foto: B. Alber, 2 x Michael in der Ortsmitte von Dettingen
Foto: B. Alber, Zufriedene Gesichter kurz nach dem Zieleinlauf auf dem Kelternplatz 🙂
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Challenge Kaiserwinkl-Walchsee: Das Beste kommt zum Schluss! Oder doch nicht (02.07.2023)?

Nach dem Rennen in Lauingen hatte ich noch geschrieben, dass es gerne so weitergehen könne. Zwar konnte das Wetter am Renntag bei der Challenge Kaiserwinkl-Walchsee nicht mithalten, aber hinsichtlich meiner Leistung konnte ich sogar nochmal etwas zulegen, auch wenn das im deutlich stärker besetzten Feld in Österreich nicht ganz zu vergleichbaren Platzierungen geführt hat.

Nun aber der Reihe nach:
Den Mittwoch habe ich für eine entspannte Anreise genutzt und am Donnerstagmorgen bei bestem Wetter eine Wanderung auf dem Schmugglerweg Klobenstein eingeschoben.

Nachmittags habe ich dann noch eine lockere Runde auf der Radstrecke gedreht, um meine Streckenkenntnis aus dem Vorjahr aufzufrischen. Leider wurde in den folgenden Tagen das Wetter schlechter und außer ein paar weiteren lockeren Rad- und Laufkilometern war ich nicht wirklich aktiv. Dafür war die kulinarische Rennvorbereitung im Postgasthof Fischerwirt erstklassig und insbesondere der süße Teil der Karte mit Powidlbuchteln, Palatschinken, Kaiserschmarrn & Co. als Nachtisch war wieder super 🙂

Nachdem es zwischendurch beim Check-In am Samstag nochmal relativ gut aussah, begrüßte der Rennmorgen die mehr als 1.000 Starter und mich mit Regen, was nicht unbedingt Lust auf das Rennen gemacht hat. Immerhin war die Temperatur trotzdem OK und es hat wenigstens noch vor dem Start aufgehört zu regnen. 
Ich hatte mich diesmal am Ende des Blocks mit einer avisierten Schwimmzeit unter 30 Minuten auf die 1,9 km für den Rolling Start eingereiht und habe das dann auch knapp geschafft 🙂
Mit meinen 29:42 Minuten war ich dabei etwas schneller als 2022 und habe auf den ersten paar hundert Metern jede Menge Leute überholt, die sich offensichtlich maßlos überschätzt oder falsch eingeordnet haben. Trotzdem war das bei rund 21,5 °C Wassertemperatur, und damit mit Neo, ein sehr angenehmes Schwimmen ohne echte Platzprobleme. 

Anschließend war ich leider blöd genug beim Wechsel mein geleertes Gel neben meinen Radständer zu werfen statt mitzunehmen. Irgendwie hatte ich nicht auf dem Schirm, dass die Wechselzone nicht zu den Littering Zones gehört, bin aber mit einer direkten Pause von einer Minute noch in der Wechselzone noch mit einem „blauen Auge“ weggekommen. Draußen auf der Strecke wäre das, statt der Mikrozeitstrafe, eine direkte Disqualifikation gewesen. Trotzdem hat damit die Stimmung, die sich durch das gute Schwimmen trotz des immer noch grauen Wetters verbessert hatte, gleich wieder einen Dämpfer bekommen.

Zwar bin ich anschließend auf dem Rad gefühlt ganz gut in Schwung gekommen, aber bei der noch komplett nassen Strecke war in einigen Abschnitten äußerste Vorsicht angesagt und mit meiner Kombination aus Felgenbremsen und Carbonlaufrädern waren die Gefällestrecken kein Spaß 😦
Jedenfalls habe ich regelmäßig in den Abfahrten Zeit liegen lassen, die ich bergauf nur teilweise wieder reinholen konnte. Das Wichtigste war allerdings, dass ich durchgekommen bin, ohne mich auf die Straße zu legen. Auf der zweiten Runde ist es langsam abgetrocknet und war zwar immer noch nicht optimal, aber die Verhältnisse haben sich immerhin soweit verschoben, dass ich ein paar Leute wieder einsammeln konnte, die mir auf der ersten Runde weggefahren sind.
Im Gegensatz zum letzten Jahr war die Radstrecke laut meiner Uhr rund 2 km länger und die 2 Runden kamen in Summe jetzt auf gut 85 km mit knapp 1.000 HM, da ab dem Kreisverkehr bei Kössen noch ein Wendepunktstück in Richtung Ortszentrum dazukam, das 2022 gefehlt hat. Angesichts der längeren Strecke und der deutlich schlechteren Bedingungen ist meine gegenüber dem Vorjahr nur wenige Minuten langsamere Radzeit von 2:25:50 h im Nachhinein sicher gut, auch wenn ich das insbesondere auf der ersten Runde wegen des gedrosselten Tempos bergab und in den Kurven vom Kopf her nicht so eingeordnet hatte. 

Nach dem zweiten Wechsel konnte ich mit Splits knapp unter 4 Minuten direkt flüssig loslaufen und das Tempo auch gut halten. In der zweiten und vor allem dritten der vier Runden um den See habe ich sicher davon profitiert, dass die Spitze der früher gestarteten Frauen und auch einige der männlichen Pros, allerdings jeweils schon eine Runde weiter, im direkten Umfeld auf der Strecke waren und ich mich da teilweise ranziehen bzw. anhängen konnte 🙂
Mental hat da definitiv auch eine Rolle gespielt, dass ich in Lauingen schon gut durchgekommen bin und am Ende noch etwas zulegen konnte, so dass ich diesmal mehr Risiko gegangen bin. Obwohl dadurch vor allem in der dritten Runde ein paar ziemlich schnelle Kilometer, laut meiner Uhr darunter zwei Splits mit 3:40 min/km dabei waren, konnte ich das, im Gegensatz zu 2022, diesmal ohne Probleme und mit sehr gutem Gefühl bis zum Ende durchziehen und auch die kleineren Wellen mit hohem Tempo mitnehmen 🙂
Beim Laufen waren die Bedingungen dank der sehr angenehmen Temperaturen klar besser als in der Hitze von 2022. Der super Lauf in 1:20:15 h für den abschließenden Halbmarathon (alle Splits unter 4 Minuten, laut meiner Uhr insgesamt aber ca. 400 m zu kurz) hat dann dazu geführt, dass ich trotz der längeren Radstrecke und der Zeitstrafe in Summe mit 4:21:38 h ein paar Minuten schneller war als 2022 und es am Ende in der AK 35 sogar auf Rang 3 gereicht hat. Abgesehen vom nicht so prickelnden Wetter insgesamt für mich ein super Rennen, aus dem ich wahrscheinlich das Optimum für diesen Tag herausgeholt habe 🙂

Alle Ergebnisse gibt es hier bei raceresult.

Jetzt heißt es erst mal schnell erholen, denn am Sonntag steht bereits der 10 km Lauf im Rahmen des Ermstal Marathons an. Zwar wohne ich selbst nicht mehr direkt an der Strecke, aber das bleibt nach wie vor ein Heimrennen und ich freue mich schon darauf, auch wenn das angesichts der Wettervorhersage auf jeden Fall ein heißer Tanz wird. Ich beneide jedenfalls keinen der (Halb-)Marathon-Starter und drücke allen die Daumen, dass sie gut durchkommen.

Bei mir ist damit nach aktuellem Stand die Sommersaison 2023 dann auch schon vorbei und statt Wettkampf ist ab Ende August mit dem AusdauerNetzwerk, bei hoffentlich gutem Wetter, „Genussradeln“ von Nizza auf den Mont Ventoux und zurück angesagt 🙂
Vielleicht sollte ich mir nach dem super Rennen vom Walchsee aber auch nochmal ernsthaft überlegen, ob die Saison wirklich schon zu Ende ist oder ich die aktuell gute Form nicht doch noch anderweitig nutzen sollte 😉

Vereinskollege Björn und ich als zufriedene Finisher nach getaner „Arbeit“ beim Check-Out.
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Starkes Rennen und AK-Sieg in Lauingen (11.06.2023)

Das Rennen in Lauingen an der Donau war erst kurzfristig als Ersatz für die von den Veranstaltern abgesagte Mitteldistanz in Würzburg am 18. Juni in meinen Wettkampfkalender gerutscht.
Leider sind in Lauingen Start/Ziel getrennt und es gibt zwei Wechselzonen am Auwaldsee und in der Innenstadt, die ca. 2 Kilometer auseinanderliegen und in die jeweils selbst morgens vor dem Start eingecheckt werden musste.
Es war also nicht nur ausreichend Zeit für die Anreise, sondern auch die Logistik einzuplanen. Da der Start für 9 Uhr angesetzt war, klingelte deshalb am Wettkampfmorgen für mich der Wecker schon um 4:45 Uhr 😦
Zum Glück hat aber von der Anreise über die Startunterlagenabholung bis hin zur Deponierung meines Materials in den Wechselzonen alles gut geklappt und es blieb genug Zeit für eine entspannte Startvorbereitung.

Das Wetter am Wettkampftag war, wie vorhergesagt, super. Es war zwar sommerlich warm, aber durch den ordentlichen Wind war die gefühlte Temperatur auch im späteren Tagesverlauf noch OK.
Die Wassertemperatur im Auwaldsee lag bei rund 21,5 Grad und somit war der Neo beim Schwimmen erlaubt. Allerdings scheint die Erfindung des GPS in Bayern noch nicht bekannt zu sein oder der Bootsführer hat beim Setzen der Bojen noch geschlafen. Jedenfalls wäre jede Menge Platz im See gewesen, um die Bojen anders zu platzieren.
Es kamen aber auf den insgesamt 3 Runden mit zwei kurzen Landgängen zwischen den Runden statt der ausgeschriebenen 2,1 km laut meiner Uhr nur gut 1,6 km zusammen.
Ich bin zwar gefühlt schon ganz gut vom Start weggekommen und auch gut geschwommen, aber selbst wenn meine Uhr da eventuell ein paar Meter „geschluckt“ hat, angesichts meiner Zeit in Relation zu meinen Trainingsleistungen war die Strecke definitiv deutlich zu kurz. Allerdings sollte ich mich als Athlet, dessen Stärken nicht gerade im Wasser liegen darüber eigentlich nicht beklagen 😉
Die schnellste Schwimmzeit des Feldes setzte jedenfalls mit Benjamin Nagel ein guter Bekannter und erwartungsgemäß starker Schwimmer aus meiner Liga-Zeit. Mit dem 10. Platz in knapp unter 25 Minuten sowie rund 2:20 min Rückstand zu ihm kann ich jedenfalls sehr gut leben, war gut mit dabei und bin damit unmittelbar hinter meinem Team-Kollegen Nikos Bartlog vom TRI2B.COM A|N TRIATHLON TEAM aus dem Auwaldsee gestiegen.

Auf dem Rad waren dann 80 km auf einer viermal zu fahrenden Wendepunktstrecke ausgeschrieben. Letztlich standen bei mir auf der Uhr auch da nur knapp 75 km und mit ca. 140 HM war die Strecke abgesehen von einer Welle hoch in die Innenstadt praktisch brettflach und leider ziemlich windanfällig. Hier war ich, einschließlich der beiden Wechselzeiten von zusammen rund 3 Minuten, knapp 2:01 h unterwegs und trotz einem Durchschnitt von 267 W stand hier am Ende „nur“ die 18. Radzeit. Was mich mal wieder darin bestätigt, lieber auf Strecken mit weniger Wind und mehr Profil anzutreten, da mir das anscheinend, vermutlich auch wegen dem Verhältnis von Körpergröße und Gewicht, besser liegt.
Die Abstände zu vielen weiteren Radsplits waren zwar gering, aber der spätere Sieger hat mir auf dem Rad rund 10 Minuten abgenommen und eine Zeit von rund 1:50 h auf den Asphalt gebrannt.

Ich bin aber trotz dem Kampf mit dem Wind mit noch ganz gutem Gefühl vom Rad gestiegen und nachdem die steile Gerüstbrücke (s. Foto unten), die zum Glück nur einmal auf dem Weg aus der Wechselzone zu laufen war, über die Radstrecke bewältigt war, folgten die vier Laufrunden. Diese führten als Wendepunktstrecke teils entlang der Donau und wiesen insgesamt ca. 80 HM auf 18,8 km, statt der 20 ausgeschriebenen, auf. Die Laufstrecke konnte ich in knapp 1:18 h und mit nahezu konstantem Tempo von Anfang bis Ende ziemlich gut durchziehen und habe dabei mit der insgesamt 9. Laufzeit noch ein paar Plätze gutgemacht 🙂 

Am Ende hieß es Platz 6 insgesamt und 1. in der AK 35. Gleiches Ergebnis gilt auch für die im Rahmen des Rennens ausgetragene Offene Schwäbische Meisterschaft und das heißt, ich bin jetzt Schwäbischer Meister über die Mitteldistanz 2023 in der AK 35 🙂
Die sportliche Wertigkeit dieses Titels würde ich aber nicht zu hoch hängen 😉

Auf jeden Fall insgesamt ein ziemlich gutes Rennen mit sehr ausgeglichener Leistung in allen Disziplinen und kaum Leistungsabfall im Rennverlauf. So kann es am Walchsee Anfang Juli gerne weitergehen 🙂

Nikos konnte mir zwar auf dem Rad und beim Laufen nicht ganz folgen, hat aber ebenfalls ein starkes Rennen gemacht und durfte sich am Ende über Rang drei in der AK 45 freuen.

Alle Ergebnisse von Lauingen gibt es hier bei ZEITGEMAESS.

Danke an Nikos für das Foto!
Sinnvolle Überbrückung der Wartezeit bis zur Siegerehrung 😉
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Erfolgreicher Doppelstart in Bad Urach (13.05.2023) und Steinheim (14.05.2023), Aktualisierung Saisonplanung

Der Bericht über mein letztes Rennen liegt zwar noch nicht lange zurück, zwischenzeitlich hat sich aber mit zwei weiteren Starts und einer Änderung in meiner Saisonplanung für den Juni einiges getan. Trotz des für Sonntag geplanten Starts beim MZ3athlon in Steinheim, habe ich mich am Samstag kurzfristig dazu entschieden, den Jubiläumslauf zur 100. Austragung des Park Runs in Bad Urach mitzulaufen, den ich 2022 und 2023 schon ein paar mal als schnelle Trainingseinheit genutzt habe.

Obwohl ich diesmal an meine persönliche Bestzeit aus dem letzten Jahr bis auf zwei Sekunden herangekommen bin und damit meine diesjährigen Zeiten nochmal unterboten habe, musste ich nun Markus Heinkel den Vortritt lassen, der in 17:09 Minuten den Streckenrekord auf der welligen 5 km Strecke nur knapp verfehlte und damit trotz meinen 17:47 Minuten mit deutlichem Vorsprung siegte. Trotzdem war ich mit meinem Ergebnis zufrieden, da ich im Rahmen meiner Möglichkeiten einen ziemlich guten Lauf hingelegt habe und das Warm-Up für den Sprinttriathlon am Sonntag damit schon mal gelungen war 🙂

Zum Glück war das Wetter in Steinheim sonntags deutlich besser als in den Tagen zuvor vorhergesagt. Es blieb trocken und bei meinem Start kurz vor 11 Uhr waren auch die Temperaturen OK und es kam sogar immer mal wieder die Sonne durch. Los ging es wie in Steinheim üblich im Jagdstart mit ca. 550 m Schwimmen im Wellarium. Der Start erfolgt seitlich im Sprungbecken und dann geht es einmal im Zick-Zack mit Bahnwechsel durchs gesamte 50m-Schwimmer-Becken. Da wie auch in den Vorjahren die Schwimmleistungen sehr unterschiedlich waren und die Reihenfolge nicht nach Leistungsfähigkeit geordnet war, führte das wieder zu einigen eher lästigen Überholmanövern, bei denen es manchmal ziemlich eng zuging. Nach dem Ausstieg mussten dann entlang der kurzen Seite des Beckens noch ein paar Meter zu Fuß bewältigt werden, ehe die Zeitnahme erreicht war. Mit meiner Schwimmzeit, die übrigens nahezu identisch ist, wie im letzten Jahr, bin ich daher durchaus zufrieden.
Die Radstrecke lässt sich leider nicht vergleichen, da diesmal in die andere Richtung gefahren wurde und zudem ein Teilstück ausgelassen wurde, so dass diesmal nur knapp 20 km zu bewältigen waren. Von den angegebenen 340 HM hatte ich nur 250 auf der Uhr, aber nach wie vor blieben neben den Wellen auch noch genug Ecken und zwei Wendepunkte auf jeder der beiden Runden übrig, so dass das nach wie vor keine flüssig zu fahrende Strecke ist. Im Gegensatz zu Echterdingen war ich diesmal deshalb wie im Vorjahr wieder mit dem Rennrad unterwegs und damit aus meiner Sicht auch gut ausgerüstet. Vom Gefühl her ist mir auch hier eine ordentliche Leistung gelungen und ich konnte mit noch recht guten Beinen dann zügig in den Lauf starten.
Leider fehlt durch den Jagdstart immer komplett der Überblick und direkte Konkurrenzsituationen gab es kaum, trotzdem ist es mir gelungen einen flotten Lauf hinzulegen und meine Laufzeit aus dem Vorjahr auf der identischen Strecke um rund 30 Sekunden zu drücken. Entgegen der Veranstalterangabe hatte ich rund 5,5 km auf der Uhr und damit ist auch meine Laufzeit mit knapp über 20 Minuten ziemlich gut 🙂
In die Gesamteinzelwertung wurden anschließend noch die Starter der Mastersliga vom Nachmittag einsortiert, von denen einige „alte“ Bekannte aus gemeinsamen Ligazeiten sind. Felix Schumann schaffte es im Gesamtfeld dann immerhin auf Rang 4 und konnte damit Michael Haas, der derzeit in der Liga immer noch für Süßen antritt, um eine Sekunde auf Rang 5 verdrängen, während mit Matthias Braun ein weiterer ehemaliger Süßener Vereinskollege aus unserer Bundesliga-Zeit sich, unter anderem dank besserer Wechselzeiten, knapp vor mich schob. Ich selbst habe somit dann mit meinen 1:05:44 h letztendlich Gesamtrang 11 und Platz 3 in der AK 35 belegt und konnte damit unter anderen auch Ex-Nationalkaderathlet Christopher Hettich knapp hinter mir lassen 🙂

Das komplette Podium in der Gesamtwertung machte die Liga-Truppe der Ludwigsburger, die vor dem Saisonstart der zweiten Bundesliga mal die Form testen wollte und sich Chancen auf einen Erstliga-Aufstieg ausrechnet, souverän unter sich aus. Das erinnert stark an unseren Süßener Auftritt 2005, der allerdings in der Breite mit Platz 1 bis 5 und 7 noch etwas dominanter ausfiel, auch wenn ich wegen meines damaligen Zweitstartrechts in der Ergebnisliste nicht unter Süßen geführt war. Einer der weiteren damaligen Mitstreiter, Marcus Büchler, war am Sonntag ebenfalls in der Masters-Liga am Start. Unglaublich, wie die Zeit vergeht 😉

Ergebnisse vom Sonntag gibt es hier mit allen Splitzeiten.

Eigentlich sollte es für mich dann mit der Mitteldistanz in Würzburg am 18. Juni weitergehen. Leider reiht sich das Rennen in die unrühmliche Liste der Veranstalterabsagen mit aus meiner persönlichen Sicht unterirdischer Kommunikation gegenüber den Athleten ein 😦
Nachdem ich mich bereits im November 2022 angemeldet hatte, kam erst per Mail vom 04. Mai die Ankündigung, dass das Rennen vom 18. auf den 17. Juni vorverlegt werden müsse und sich die Radstrecke ändern wird, dann folgte nur wenige Tage später am 08. Mai die Komplettabsage. Im Hinblick auf die bereits organisierte Anreise bzw. gebuchte Übernachtung eine Vollkatastrophe. Wenigstens hatte ich, unter anderem weil zu der neuen Radstrecke keine aktuellen Infos zu erhalten waren, noch nicht versucht, das Hotel auf den neuen Termin umzubuchen. Das Angebot alternativ samstags stattdessen bei einem kurzen Cross-Triathlon zu starten zu können, war angesichts des völlig anderen Wettkampfformats und benötigten Materials zumindest für mich keine auch nur ansatzweise in Frage kommende Option. Zwar habe ich zwischenzeitlich auf meine Startgeldrückforderung hin eine Antwort erhalten und die Ankündigung, dass die Erstattung erfolgen wird, allerdings wurden erstmal mit Verweis auf den Datenschutz meine angeblich zwischenzeitlich gelöschten Kontodaten angefragt und gleichzeitig darauf verwiesen, dass das noch dauern könnte. Mittlerweile sind zwei Wochen um und noch ist bei mir nichts angekommen. Aus welchen Gründen auch immer die Absage erfolgt ist, so hart das auch für die Veranstalter und das Organisationsteam sein mag und bei allem Verständnis für deren sicherlich schwierige Arbeit, als zahlender Kunde wünsche ich mir in so einem Fall einen anderen Umgang.

Als Ersatz habe ich mich zwischenzeitlich kurzfristig für einen Start auf der Mitteldistanz in Lauingen am 11. Juni entschieden. Leider ist insbesondere die brettflache 4 x 20 km Wendepunktstrecke auf dem Rad dort sicherlich nicht annähernd so attraktiv und selektiv, wie die ursprünglich in Würzburg vorgesehene Runde. Aber ein guter Test vor der Challenge Kaiserwinkl-Walchsee sollte das allemal werden und auch in Lauingen werde ich laut der Startliste ein paar bekannte Gesichter treffen 🙂

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Saisonauftakt nach Maß mit Podestplatz beim Duathlon in Echterdingen (01.05.2023)

Angesichts der Vorhersage und des kräftigen Regens während des Liga-Rennens am Nachmittag hatten wir Einzelstarter auf der Kurzdistanz vormittags wohl großes Glück mit dem Wetter. Nach ein paar Schauern am Morgen war die Strecke zwar bei meiner Ankunft in Echterdingen noch feucht, aber nachdem es schon vor dem Laufstart von oben trocken war, ist auch die Straße nach und nach abgetrocknet. So war zwar die erste der Radrunden noch etwas kritisch, danach war aber die Strecke inklusive der leicht kurvigen Abfahrt hinunter ins Siebenmühlental gut zu fahren und am Ende der 6 Runden bis auf einzelne feuchte Stellen die Straße komplett trocken. Damit herrschten für uns bei nicht übermäßig warmen Temperaturen und nur leichtem Wind insgesamt recht gute Bedingungen 🙂

Ausgeschrieben waren auf der Kurzdistanz des 1. Echterdinger Duathlons rund um den Sportpark Goldäcker 9,7 km Lauf, verteilt auf 5 Runden mit je einem Wendepunkt, 41 km Rad mit Windschattenverbot über 6 Runden mit je zwei Wendepunkten und nochmals 5 km Lauf auf drei Runden mit je einem Wendepunkt. Da sowohl auf den Lauf- als auch den Radrunden jeweils noch einige Ecken dazu kamen und die Wendepunkte der beiden Läufe nicht identisch waren, war auf jeden Fall schon vor dem Start klar, dass die Konzentration vom Anfang bis zum Zieleinlauf hoch bleiben musste, um alle Runden korrekt zu absolvieren und es außerdem nicht gerade ein flüssiges Rennen werden würde. Ob die Laufstrecken jeweils etwas zu kurz gemessen waren oder angesichts der unzähligen Richtungsänderungen meine Uhr zu ungenau, weiß ich nicht, jedenfalls hatte ich da jeweils rund 250 m weniger auf der Uhr, während die Radkilometer genau gepasst haben. Das relativiert eventuell die Laufzeiten zwar etwas, trotzdem bin ich mit beiden Läufen super glücklich 🙂

Jetzt aber der Reihe nach und zum eigentlichen Rennen: Vom Start weg ging es mit knapp über 3:30 min/km gleich flott los und ich konnte mich zunächst nicht nur in der Spitzengruppe halten, sondern in Person von Björn Laibacher gemeinsam mit einem alten Bekannten aus schon einigen Jahren zurückliegenden Liga-Rennen das Tempo mit gestalten. Ab etwa der Hälfte der ziemlich winkligen aber mit insgesamt ca. 50 HM recht flachen Laufstrecke übernahm dann jedoch der spätere Sieger Christian Burkhard eindeutig die Initiative und konnte sich gemeinsam mit Björn ein Stück absetzen, bevor er sich gegen Ende dann auch von ihm noch ein paar Sekunden lösen konnte, während es hinter mir ebenfalls einen kleinen Abstand gab. Mit meinen 34:23 Minuten und nur 31 Sekunden Rückstand auf den Führenden war mir auf jeden Fall ein sehr guter Auftakt gelungen und erstmal noch alles offen 🙂
Da ich seit dem Ende meiner Liga-Karriere zwar immer noch öfter mal ein Koppeltraining einbaue, echtes Wechseltraining jedoch sträflich vernachlässigt habe, hatte ich beim ersten Wechsel kurz mit dem Verschluss meines Helms zu kämpfen 😦
Trotzdem bin ich insgesamt ziemlich gut durch die Wechselzone gekommen und dank einem schnelleren ersten Wechsel konnte ich die Lücke nach vorne bis zum Aufstieg wieder fast komplett schließen, musste die Beiden aber auf dem Rad bald wieder ein paar Meter ziehen lassen. Die Radstrecke war ebenfalls mit einigen Ecken und zwei Wendepunkten je Runde nicht ganz flüssig zu fahren und hatte laut meiner Uhr in Summe durchaus anspruchsvolle 590 HM zu bieten. Im längeren Anstieg der zweiten Runde konnte mit Sven Zabel der nächste Konkurrent zu mir aufschließen und kurz darauf an mir vorbeiziehen. Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich ein hartes und spannendes Duell, das eindeutig die Vor- und Nachteile des jeweiligen Materials zeigte (er Rennrad, ich Zeitfahrrad) und je nach Profil des jeweiligen Streckenabschnitts wechselte die Position mehrfach. Zwar wies meine Uhr in Summe eine Durchschnittsleistung von 267 Watt aus, trotzdem verloren wir aber auf die beiden schnellsten Radfahrer des Tages (Björn mit 1:09:45 Stunden und Christian in 1:07:50 Stunden) immer weiter an Boden.

Am Ende erreichte ich mit knappem Vorsprung als Drittplatzierter nach 1:11:38 Stunden für die 41 Radkilometer wieder die Wechselzone und daran sollte sich auch auf den abschließenden Laufrunden mit in Summe nochmals 30 HM nicht mehr viel ändern.
Zwar gelang mir nochmals ein konstanter Lauf in guten 18:03 Minuten und damit nach dem Gesamtsieger die zweitschnellste Laufzeit, aber abgesehen von einer geringfügigen Verkürzung des Abstands auf Björn und einem kleinen Ausbau meines Vorsprungs auf Platz vier tat sich dadurch nichts.

Björn und vor allem Christian, der in allen drei Abschnitten die Tagesbestzeit setzte, waren heute einfach stärker, was aber der Freude über den mit einem Podestplatz garnierten Saisonauftakt in keiner Weise schmälert 🙂
Zumindest vom Gefühl her würde ich sagen, dass das auf jeden Fall eines meiner besten Rennen der letzten paar Jahre war, trotz des nicht optimalen Wetters auch viel Spaß gemacht hat und die Vorfreude auf die weiteren anstehenden Rennen nochmal erhöht hat 🙂
Jedenfalls konnte ich ein recht konstantes Rennen auf hohem Niveau machen und die Frühjahrsform scheint auf jeden Fall zu passen, auch wenn ich natürlich darauf hoffe, dass ich bei langsam besser werdendem Wetter in Richtung der beiden geplanten Mitteldistanzen im Sommer vor allem auf dem Rad noch etwas nachlegen kann 😉

Alle Ergebnisse der diversen Rennen in Echterdingen vom 01.05.2023 gibt es hier bei Racepedia.
Oder hier die Top-10 der Männer als Auszug aus der Liste mit allen Splits.

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